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Wetterrisiko bei Outdoor-Events: Der Schlechtwetterplan

23. Juli 2024
4 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 6 Minuten

Draußen zu feiern ist attraktiv, aber das Wetter lässt sich nicht verhandeln. Gewitter, Sturm, Dauerregen oder Hitze können Outdoor-Veranstaltungen kurzfristig gefährden, bis hin zur Absage. Wer ein Wetterrisiko im Voraus plant, trifft im Ernstfall schnellere und bessere Entscheidungen. Dieser Beitrag zeigt, wie Sie einen Schlechtwetterplan aufbauen: mit Plan B, klaren Abbruchkriterien, Zuständigkeiten, Kommunikation und Absicherung. Maßgeblich sind immer die Vorgaben der Behörden, der Hersteller von Bühnen und Zelten sowie die Entscheidungen der verantwortlichen Personen vor Ort.

Blumen auf einem Tisch im Freien

Kurz zusammengefasst

  • Ein Schlechtwetterplan legt vorab fest, wer wann auf Basis welcher Informationen entscheidet.

  • Plan B kann ein Ausweichraum, ein Zelt, eine Verschiebung oder ein verkürztes Programm sein.

  • Sicherheit geht vor: Bei Gewitter, Sturm oder Unwetterwarnungen muss das Programm unterbrochen oder beendet werden können.

  • Kommunikation an Gäste, Dienstleister und Medien sollte vorbereitet sein, ebenso Verträge und Absicherung.

Welche Wetterlagen kritisch sind

  • Gewitter und Blitz: Gefahr für Gäste im Freien und für Technik.

  • Sturm und Böen: Gefahr für Zelte, Bühnen, Traversen, Schirme, Dekoration. Die zulässigen Windgrenzen legen die Hersteller und Prüfer fest.

  • Starkregen und Dauerregen: Rutschgefahr, überflutete Flächen, Stromrisiko, Komfortprobleme.

  • Hitze: Gesundheitsrisiko für Gäste und Personal, besonders bei langen Veranstaltungen ohne Schatten.

  • Kälte und Glätte: Besonders bei Winterveranstaltungen.

Schritt 1: Risiko im Vorfeld bewerten

Prüfen Sie bei der Terminwahl, welche Wetterlagen in Ihrer Jahreszeit typisch sind. Statistiken sind nur Orientierung. Entscheiden Sie, ob die Veranstaltung wetterfest geplant werden kann oder ob sie ausfallen darf. Mehr zur Terminwahl im Beitrag Eventtermin wählen.

Schritt 2: Plan B festlegen

Fragen Sie: Was passiert, wenn es regnet oder stürmt?

  • Ausweichraum: Eine Halle oder ein Saal in der Nähe. Fragen Sie nach Kapazität und Verfügbarkeit.

  • Zelte und Überdachungen: Bieten Schutz, brauchen aber Statik, Genehmigung und Bodenbefestigung.

  • Verschiebung: Ein Ausweichtermin muss vorab kommuniziert und von Dienstleistern mitgetragen werden.

  • Verkürztes Programm: Teilweise Indoor-Alternative, Programmteile entfallen.

  • Absage: Kriterien und Zuständigkeiten klar definieren.

Sorgen Sie dafür, dass Technik, Strom und Bestuhlung für Plan B eingeplant sind. Sonst existiert der Plan nur auf dem Papier. Hinweise zu Technik finden Sie unter Eventtechnik.

Schritt 3: Entscheidungszeitpunkte und Verantwortliche festlegen

Legen Sie fest:

  • Wer entscheidet? Eine Person mit Befugnis, im Zweifel mit Vertretung.

  • Wann wird entschieden? Zum Beispiel 48 Stunden vorher, 24 Stunden vorher, am Veranstaltungstag vor Aufbau, vor Einlass, laufend während der Veranstaltung.

  • Auf welcher Grundlage? Wetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes, Wetterberichte, Beobachtungen vor Ort, Hinweise von Behörden und Einsatzkräften.

  • Wie schnell kann umgeschaltet werden? Aufbauzeiten für Zelte oder Umzug in Räume.

Je später die Entscheidung, desto geringer das Risiko, aber desto höher der Aufwand. Eine abgestufte Planung (Go, Bereitschaft, Wechsel in Plan B, Absage) hilft.

Schritt 4: Abbruchkriterien und Sicherheit

Definieren Sie, bei welchen Lagen das Programm unterbrochen oder beendet wird, zum Beispiel bei amtlichen Unwetterwarnungen oder bei Gewitter in der Nähe. Legen Sie fest:

  • Wer gibt Durchsagen und wie?

  • Wohin gehen die Gäste (Sammelpunkte, feste Gebäude)?

  • Wie werden Technik und Aufbauten gesichert?

  • Wer koordiniert mit Einsatzkräften und Sicherheitsdienst?

Diese Punkte gehören in das Sicherheitskonzept. Personal für Einweisung und Ordnerdienst finden Sie unter Personaldienstleistungen.

Schritt 5: Kommunikation vorbereiten

  • Gäste: Hinweise vorab (Kleidung, Plan B, wo Informationen erscheinen). Am Tag selbst: E-Mail, SMS, Social Media, Webseite, Durchsagen.

  • Dienstleister: Wer bekommt wann Bescheid, welche Fristen gelten?

  • Presse und Partner: Ein Textbaustein für Absage oder Verschiebung spart Zeit.

  • Ton: Sachlich, klar und mit Alternativen (Ersatztermin, Erstattung).

Eine Textvorlage für den Ernstfall sollte vor dem Event freigegeben sein.

Schritt 6: Verträge und Absicherung

  • Stornobedingungen prüfen: Was kostet eine Absage bei Location, Technik, Catering und Personal, abhängig vom Zeitpunkt?

  • Höhere-Gewalt-Klauseln: Klären Sie, ob Wetter als Grund gilt. Das hängt vom Vertrag ab.

  • Veranstaltungsausfallversicherung: Manche Policen decken bestimmte Gründe ab. Prüfen Sie Deckung, Ausschlüsse und Fristen genau mit einem Versicherungsberater.

  • Haftung: Klären Sie Verantwortlichkeiten zwischen Veranstalter, Location und Dienstleistern.

Praktische Maßnahmen für den Tag

  • Wetterdienste und Warn-Apps im Team nutzen.

  • Regenschutz, Decken, Sonnenschutz, Trinkwasser und Schatten bereithalten.

  • Wege sichern, rutschfeste Flächen schaffen, Strom und Kabel gegen Nässe schützen.

  • Zelte und Aufbauten nach Herstellerangaben und Prüfung abnehmen.

  • Ein Ansprechpartner koordiniert alle Wetterfragen.

  • Während der Veranstaltung Lage beobachten und Entscheidungen dokumentieren.

Lehren aus Absagen

Wenn eine Veranstaltung wetterbedingt kurzfristig abgesagt werden muss, hilft eine sachliche Aufarbeitung: Was lief gut, wo fehlten Informationen, wie schnell kamen Entscheidungen? Fassen Sie Erkenntnisse im Abschlussbericht zusammen, siehe Event-Nachbereitung.

Häufige Fragen zum Wetterrisiko bei Outdoor-Events

Wann sollte ich ein Outdoor-Event absagen?

Wenn die Sicherheit der Gäste und Mitarbeitenden nicht gewährleistet werden kann, etwa bei amtlichen Unwetterwarnungen oder wenn Aufbauten nicht sicher stehen. Die Entscheidung trifft die verantwortliche Person, im Zweifel in Abstimmung mit Behörden.

Wie früh muss ich entscheiden?

Das hängt von Aufbauzeiten und Vertragsfristen. Legen Sie mehrere Entscheidungszeitpunkte fest, zum Beispiel 48 und 24 Stunden vorher sowie am Veranstaltungstag.

Lohnt sich eine Veranstaltungsausfallversicherung?

Das hängt von Kosten, Risiko und Policenbedingungen ab. Lassen Sie sich beraten und prüfen Sie Ausschlüsse.

Reicht ein Zelt als Plan B?

Nicht immer. Zelte schützen vor Regen, aber nicht vor jedem Sturm. Beachten Sie Herstellerangaben, Statik und Genehmigungen.

Sie planen ein Outdoor-Event?

Wir planen Veranstaltungen mit Plan B, Technik und Personal. Schreiben Sie uns kurz Anlass, Datum, Gästezahl und Ort – wir melden uns mit einem unverbindlichen Vorschlag. Jetzt Event anfragen oder per E-Mail an info@blackiceevents.de.

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