top of page

Event-Erfolg messen: Kennzahlen und Nachbereitung

9. Aug. 2024
4 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 3 Stunden

Den Erfolg eines Business Events messen Sie, indem Sie die Ergebnisse mit dem Ziel vergleichen, das Sie vorher festgelegt haben. Dafür genügen wenige Kennzahlen: Erscheinungsquote, Zufriedenheit der Gäste, Folgegespräche und Aufwand pro Teilnehmer. Dieser Beitrag zeigt, welche Daten sich lohnen, wie Sie Feedback einholen, wie die Nachbereitung abläuft und wie ein Auswertungsbericht aussieht, der im Unternehmen tatsächlich gelesen wird.

Kurz zusammengefasst

  • Erfolg ist immer relativ zum Ziel. Ohne Ziel gibt es nichts zu messen.

  • Wenige, aussagekräftige Kennzahlen reichen: Erscheinungsquote, Zufriedenheit, Folgegespräche, Aufwand pro Teilnehmer.

  • Holen Sie Feedback innerhalb von 24 bis 48 Stunden ein, mit drei bis fünf Fragen.

  • Fassen Sie innerhalb einer Woche nach, mit Dank und konkretem nächsten Schritt.

  • Ein Bericht auf ein bis zwei Seiten genügt und macht das nächste Event besser.

Voraussetzung: ein messbares Ziel

Wer nach dem Event fragt, ob es erfolgreich war, braucht einen Maßstab. Idealerweise haben Sie vor der Planung formuliert, wer kommen soll, was sich ändern soll und woran Sie es erkennen. Falls das fehlt, holen Sie es nach, bevor Sie auswerten, und halten Sie es schriftlich fest. Wie Sie dabei vorgehen, beschreibt der Beitrag zum Festlegen von Eventzielen.

Kennzahlen, die sich lohnen

Wählen Sie die Zahlen aus, die zu Ihrem Ziel passen. Nicht jede Zahl ist für jedes Event sinnvoll.

  1. Anmeldequote: Anteil der Eingeladenen, die zusagen. Sie zeigt, ob Thema und Einladung ankommen.

  2. Erscheinungsquote: Anteil der Angemeldeten, die tatsächlich kommen. Bei kostenlosen Veranstaltungen fällt sie oft niedriger aus, planen Sie deshalb mit einem Puffer.

  3. Zusammensetzung der Gäste: Waren die richtigen Personen im Raum, etwa Entscheider oder Neukontakte?

  4. Zufriedenheit: Bewertung von Inhalt, Organisation und Atmosphäre.

  5. Folgegespräche und Anfragen: Wie viele Termine, Angebote oder Kooperationen entstehen innerhalb von vier bis acht Wochen?

  6. Aufwand pro Teilnehmer: Gesamtkosten geteilt durch die Zahl der erschienenen Gäste. Wichtig zum Vergleich mit anderen Maßnahmen.

  7. Interne Rückmeldungen: Was sagen Kolleginnen und Kollegen, die vor Ort waren?

Vermeiden Sie reine Eitelkeitszahlen wie Gesamtreichweite in sozialen Medien, wenn sie zum Ziel nicht passen.

Feedback einholen

Eine kurze Umfrage am Folgetag liefert die ehrlichsten Antworten. Halten Sie sich an drei bis fünf Fragen:

  • Wie bewerten Sie das Event insgesamt?

  • Was war für Sie der wertvollste Teil?

  • Was hätten Sie sich anders gewünscht?

  • Würden Sie wieder teilnehmen?

  • Gibt es ein Thema, das wir beim nächsten Mal aufgreifen sollten?

Setzen Sie auf offene Fragen und auf eine einfache Bewertungsskala. Informieren Sie Gäste, wofür die Antworten genutzt werden, und beachten Sie den Datenschutz. Auch Gespräche vor Ort und kurze Anrufe bei wichtigen Gästen liefern wertvolle Hinweise, die in Umfragen untergehen.

Nachfassen: der eigentliche Hebel

Viele Events verlieren ihre Wirkung, weil nach dem Abend nichts passiert. Planen Sie Nachbereitung als festen Teil des Projekts:

  1. Innerhalb von 24 bis 48 Stunden: Dankesnachricht mit Fotos oder Unterlagen, Link zur Umfrage.

  2. Innerhalb einer Woche: Persönliche Nachricht an wichtige Kontakte mit einem konkreten Angebot für den nächsten Schritt, zum Beispiel ein Termin.

  3. Nach zwei bis vier Wochen: Erinnerung bei offenen Gesprächen, Austausch im Team, wer welchen Kontakt betreut.

  4. Nach acht Wochen: Prüfen, welche Gespräche zu Ergebnissen geführt haben.

Legen Sie vorab fest, wer nachfasst. Sonst fühlt sich niemand zuständig.

Der Auswertungsbericht

Ein kurzer Bericht von ein bis zwei Seiten genügt. Er sollte enthalten:

  • das Ziel und die vereinbarten Kennzahlen

  • die tatsächlichen Werte im Vergleich

  • Feedback der Gäste in Kurzform, inklusive Kritik

  • Kosten und Aufwand pro Teilnehmer

  • Lehren für das nächste Event: was beibehalten, was ändern

  • offene Folgeaufgaben mit Verantwortlichen

Halten Sie den Ton sachlich. Ein Bericht, der nur Erfolge nennt, hilft niemandem.

Typische Fehler bei der Erfolgsmessung

  • Zu viele Kennzahlen: Am Ende liest niemand den Bericht.

  • Kennzahlen erst nach dem Event wählen: Man findet immer Zahlen, die gut aussehen.

  • Fehlende Gästeliste mit Notizen: Wer nicht festhält, mit wem gesprochen wurde, kann nicht nachfassen.

  • Kein Termin für die Auswertung: Ohne festen Termin im Kalender passiert sie nicht.

  • Kritik ignorieren: Gerade unbequeme Rückmeldungen verbessern das nächste Event.

Beispiel für eine einseitige Auswertung

Ein Auswertungsbericht muss nicht lang sein, aber vollständig. Der folgende Aufbau hat sich bewährt, die Inhalte sind hier nur als Platzhalter beschrieben:

  1. Ziel: Ein Satz aus der Planungsphase, unverändert übernommen

  2. Ergebnis in Zahlen: Eingeladene, Anmeldungen, Erschienene, Folgegespräche nach vier Wochen

  3. Stimmung der Gäste: Durchschnittsbewertung und zwei bis drei typische Zitate aus der Umfrage, sofern die Gäste dem zugestimmt haben

  4. Was gut lief: Zwei bis drei Punkte mit Begründung

  5. Was nicht funktioniert hat: Ehrlich benannt, mit Ursache

  6. Kosten: Gesamtkosten, Aufwand pro erschienenem Gast

  7. Empfehlung: Wiederholen, ändern oder einstellen, mit konkreten Anpassungen

  8. Nächste Schritte: Aufgaben, Verantwortliche, Termine

Teilen Sie den Bericht mit allen, die an der Entscheidung für das Event beteiligt waren. Wenn Sie ihn jedes Mal im gleichen Format erstellen, sehen Sie über mehrere Veranstaltungen hinweg, was sich verbessert. Das ist der eigentliche Gewinn der Erfolgsmessung: Sie lernen von Event zu Event, statt jedes Mal bei null zu beginnen.

Häufige Fragen zur Erfolgsmessung bei Events

Wie misst man den Erfolg einer Veranstaltung?

Vergleichen Sie Ergebnisse mit dem vorab festgelegten Ziel, zum Beispiel Erscheinungsquote, Folgegespräche, Zufriedenheit der Gäste und Aufwand pro Teilnehmer.

Wann sollte man Feedback einholen?

Direkt nach dem Event, solange die Eindrücke frisch sind, am besten innerhalb von 24 bis 48 Stunden per Kurzumfrage mit wenigen Fragen.

Wie lange nach dem Event sollte man nachfassen?

Idealerweise innerhalb einer Woche mit einem Dank und einem konkreten Angebot für den nächsten Schritt.

Was gehört in einen Auswertungsbericht?

Ziel, Kennzahlen, Gästefeedback, Kosten, Lehren und Empfehlungen für das nächste Event, am besten auf ein bis zwei Seiten.

Sie möchten Ihr nächstes Business Event messbar planen?

Wir planen Ihre Corporate Events mit klarem Ziel und sorgen dafür, dass Nachbereitung und Auswertung von Anfang an mitgedacht werden. Schreiben Sie uns kurz Anlass, Datum, Gästezahl und Ort – wir melden uns mit einem unverbindlichen Vorschlag. Jetzt Event anfragen oder per E-Mail an info@blackiceevents.de.

Kommentare


bottom of page